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Die Änne-Meier-Schule ist eine Schule für geistigbehinderte Kinder und Jugendliche


Alle Kinder in unserem Land zwischen 6 und 18 Jahren haben das Recht, verbunden mit der Pflicht, eine systematische Unterstützung ihrer Entwicklung in Anspruch zu nehmen.
Ihre Fähigkeiten sollen genutzt, ihre Kenntnisse und Handlungsmöglichkeiten sollen ausdifferenziert und ihre sozialen und emotionalen Anlagen vertieft werden. Sie sollen in die Lage versetzt werden, nach Abschluss dieser Phase möglichst selbständig zu leben.

Für Kinder und Jugendliche mit einer schweren kognitiven Beeinträchtigung wurde 1973 im Kreis St. Wendel eine eigene Schulform eingerichtet, die sich dieser Aufgabenstellung mit besonderer Fachlichkeit widmet. Erziehen, Unterrichten, aber auch Begleiten in schwierigen Lebensphasen, Schützen und Unterstützen gehören zu den Kernaufgaben dieser Schule.

Das pädagogische Konzept dieser Schule unterscheidet sich grundsätzlich von dem anderer Schulen.
In ganzheitlicher Entwicklungsförderung versuchen speziell ausgebildete Lehrpersonen bei Kindern mit teilweise schwersten Entwicklungsrückständen die Fähigkeit zu erreichen, zu anderen Menschen Kontakt aufzunehmen, sich mitzuteilen, Bedürfnisse zu äußern und mit Gegenständen und Handlungen des täglichen Lebens umgehen zu können und vertraut zu sein.

Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern vor allem auch ein Hort der Geborgenheit und Fröhlichkeit.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Schule für Geistigbehinderte

Die Änne-Meier-Schule fördert Kinder und Jugendliche, die als geistigbehindert bezeichnet werden. Es sind Kinder, deren Behinderung meist durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems verursacht ist; ein Teil der Kinder sind in ihrer Entwicklung vor allem durch ein vernachlässigendes Umfeld beeinträchtigt.

Das Entwicklungsalter geistigbehinderter Kinder liegt beträchtlich (um die Hälfte und mehr) unter dem Lebensalter. Sie weisen eine auffallende Schädigung in der Bewältigung von Anforderungen und Aufgaben in ihrem Lebensalltag auf.
In ihrem Lernverhalten zeigen sie Auffälligkeiten wie geringes Lerntempo, eingeschränkte Gedächtnisleistung, begrenzte Fähigkeit der Gliederung von Aufgaben sowie eingeschränkte Möglichkeiten zur Kommunikation.
Außerdem zeigen sie oft wenig Interesse am Spiel, haben Gleichgewichtsprobleme, sind berührungsempfindlich, extrem ängstlich, unruhig und verfallen in unzweckmäßige, stereotype Handlungen.
Die Kinder brauchen insbesondere Unterstützung in ihrer körperlichen, kognitiven, sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung.